Doll-y

Spiel: Mariela Rossi, Lena Kießling, Katharina Muschiol, Velemir Pankratov, Elsa Weise
Komposition & Livemusik: Thorsten Meinhardt
Regie: Iris Meinhardt
Lichttechnik: Anja Abele
Premiere: 17.06.2008

Ein Experiment. Das Material: der menschliche Körper.

Auf einer leeren Bühne, in engen Lichtkegeln gebannt, stehen aufgereiht fünf Spieler. Sind sie menschliche Individuen, oder „Dolls“, lebloses Material? Jeder einzelne von ihnen behauptet die anderen erschaffen zu haben, sei es aus Langeweile, Einsamkeit oder aus einer Laune heraus: Fünf Entwürfe einer neuen Spezies Mensch - geschaffen als Klon, als gezüchtetes Ersatzteillager oder perfektionierter Organismus. Die fünf Kreaturen animieren sich gegenseitig, ziehen, schieben, tragen einander wie Puppen über die Bühne. Sie beginnen in die Gedanken der anderen einzudringen und deren Existenz zu steuern. Ein Spiel um Macht und Manipulation. Der Mensch wird zur Puppe, zum Spielobjekt, wird animiert und manipuliert. Auf ein bloßes Objekt reduziert bekommt er eine neue Bedeutung. Tausendmal Gesehenes wird plötzlich fremd und unheimlich. Ist der Mensch womöglich nur eine Maschine, von der Kultur so programmiert, dass er andere als solche nicht erkennt? Ein Produkt unseres genetischen Baumaterials?
Wer denkt mich?
Wer atmet mich?
Wer ist ich?
Eine Etüde über das Material Mensch, über das Fremde im scheinbar Bekannten.

Hintergrund:
Ein Stück für fünf Spieler und ein Schaf

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